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Grundbildung

BM 1 Technik (TALS)


Die Berufsmaturitätsschule für Automatiker:innen, Elektroniker:innen, Informatiker:innen, Polymechaniker:innen und Konstrukteur:innen. Die Ausbildung der Polymechaniker:innen und Konstrukteur:innen findet in Rüti statt.

Bei bestandener Aufnahmeprüfung können Lernende die Berufsmaturitätsschule besuchen und diese mit der Berufsmaturität abschliessen. Die Ausbildung erfolgt in Uster in integrierten Klassen und teils gemischten Klassen – Berufsmaturität und Berufslehre.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zielgruppe

    Berufslernende in technischen Berufen

  • Ziel der Ausbildung

    Die Berufsmaturitätsschule (BM) vermittelt begabten und leistungswilligen Personen eine breite, der beruflichen und persönlichen Entwicklung dienende Bildung. Die Berufsmaturität erhöht die Fach-, Selbst- und Sozialkompetenz der Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden und fördert deren berufliche und persönliche Mobilität und Flexibilität.

Aufnahmeprüfung

  • Allgemeine Informationen
    • Schriftliche Aufnahmeprüfung in Mathematik (inklusive Geometrie, vierfach gewichtet), Französisch, Englisch und Deutsch (mit Sprachübung und Aufsatz, doppelt gewichtet) – der Notendurchschnitt muss mind. 4.0 betragen.
    • Es handelt sich um den Stoff der 1. + 2. Sekundarschule A sowie Teile des 3. Sekundarstoffes.
    • Wer die Bedingungen für eine Aufnahme (ab 3. Sekundarklasse) in eine Mittelschule erfüllt, kann prüfungsfrei in die BM eintreten.
  • Anmeldung

    Die Anmeldung ist ab 15. November möglich. Auch prüfungsfreie Kandidatinnen und Kandidaten müssen sich auf dieser Plattform anmelden.

    Bitte beachten Sie, dass dies keine Anmeldung zum Lehrgang ist, sondern nur für die Aufnahmeprüfung.

    Aufnahmeprüfung BM 1
    10. Februar 2022 Anmeldeschluss
    10. März 2022 Aufnahmeprüfung

     

Kosten

  • Schulgeld

    Das Schulgeld entfällt, weil für BM-Lernende der Standort des Lehrbetriebs massgebend ist.

  • Lehrmittel & weitere Kosten

    Für Lehrmittel ist im Rahmen der vierjährigen Ausbildung mit Auslagen von insgesamt rund CHF 1’200.00 zu rechnen. Kosten für die Anschaffung eines Laptops sowie Ausgaben im Rahmen der Maturaarbeitswoche sind darin nicht enthalten. Eventuelle Reise-, Schul- und Unterkunftskosten bei freiwilligen Sprachaufenthalten gehen zu Lasten der Teilnehmenden (ca. CHF 1’700.00 je Aufenthalt). Werden während der Lehrzeit Prüfungen zur Erlangung internationaler Sprachdiplome abgelegt, gehen die Prüfungskosten zu Lasten der Geprüften.

    Hier geht es zur Lehrmittelbestellung

Fächer und Inhalte

  • Deutsch

    Im Vordergrund stehen das Verständnis, die literaturgeschichtliche Einordnung und die gattungsspezifischen Eigenheiten von Texten. In der mündlichen und schriftlichen Kommunikation werden die sichere Handhabung und die Präzision im Ausdruck vertieft. Zudem wird das kritische und genaue Denken mittels Sprache differenziert.

  • Englisch

    Im Englisch werden alle vier Fertigkeiten (Reading, Writing, Listening und Speaking) gezielt gefördert. Neben dem Lehrmittel werden auch digitale Lernressourcen zur spezifischen Förderung der einzelnen Skills eingesetzt. Abschluss auf Niveau B1 für Speaking und Writing, sowie B1+ für Reading und Listening nach GER.

  • Französisch

    Im Französisch werden alle vier Grundfertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben) trainiert. Im Hinblick auf die mündliche Abschlussprüfung (Niveau B1) werden insbesondere das Verstehen und Wiedergeben von Texten aus Zeitschriften geschult sowie die Fähigkeit die eigene Meinung darzulegen und mit Argumenten zu untermauern. Abschluss auf Niveau B1 nach GER.

  • Mathematik

    In der Mathematik geht es zunächst um das Verstehen grundlegender Konzepte und Werkzeuge, wie Termumformungen/Bruchrechnen, das Lösen von linearen und quadratischen Gleichungen, den Einsatz von Funktionen, sowie den Gebrauch der Trigonometrie und der Planimetrie. Im auf diesen Grundlagen aufbauenden Schwerpunktfach vertiefen wir in Richtung Potenz-, Logarithmus- und Exponentialgleichungen bzw. -Funktionen sowie Stereometrie und Vektorgeometrie. Ziel ist, dass die Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden Problemstellungen mit technischem Hintergrund mit Hilfe der Mathematik lösen können.

  • Naturwissenschaften

    Das Fach Naturwissenschaften setzt sich aus den beiden Teilfächern Chemie und Physik zusammen.

  • Teilfach Physik

    Der Physikunterricht verhilft dazu, natürliche Erscheinungen zu verstehen und in einem grösseren Denkzusammenhang zu betrachten. An Experimenten erfassen die Lernenden physikalische Gesetze und wenden sie mathematisch an.

  • Teilfach Chemie

    Das Fach Chemie beschäftigt sich mit dem Aufbau, den Eigenschaften und den Umwandlungen von Stoffen. Von besonderen Interesse sind die chemischen Reaktionen und chemischen Bindungen.

  • Geschichte und Politik (G&P)

    In der Geschichte wird hauptsächlich auf das 19. und 20. Jahrhundert eingegangen. Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden sollen wichtige Ereignisse sowie kulturelle und geistige Strömungen in ihren Zusammenhängen erkennen und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklung beurteilen können.

  • Wirtschaft und Recht (W&R)

    Das Fach Wirtschaft und Recht legt das Basiswissen in den drei Disziplinen Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Recht. In der Volkswirtschaftslehre kennen die Studierenden die grundlegenden Problemstellungen, Erklärungen sowie Lösungsmöglichkeiten und sind speziell in der Lage, die Wirtschaftsnachrichten der Tagespresse zu verstehen und zu interpretieren. Im Bereich Betriebswirtschaftslehre werden die grundlegenden Strukturen und Abläufe in Unternehmen sowie Basiszusammenhänge erläutert. Im Bereich Recht lernen die Studierenden Grundlagen des Schweizer Privatrechts, damit sie in der Lage sind, in pragmatischer Weise Rechtsvorschriften und deren Anwendung in Fallbeispielen zu diskutieren.

  • Interdisziplinäres Arbeiten

    Im Rahmen des Fachunterrichts werden vier interdisziplinäre Leistungsnachweise erbracht (Interdisziplinäres Arbeiten in den Fächern, IDAF). Zudem schreiben die Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden eine interdisziplinäre Projektarbeit (IDPA) als Maturarbeit.

Lektionentafeln

Schultagemodell

Lehrjahr Automatiker:in Elektroniker:in Informatiker:in
1. Lehrjahr Donnerstag und Freitag Donnerstag und Freitag Donnerstag und Freitag
2. Lehrjahr Dienstag und Mittwoch Dienstag und Mittwoch Dienstag und Mittwoch
3. Lehrjahr Montag und Dienstag Montag und Dienstag Montag und Dienstag
4. Lehrjahr Donnerstag und Freitag Donnerstag und Freitag Donnerstag und Freitag

Qualifikation & Perspektiven

  • Berufsmaturitätsprüfungen

    Die Berufsmaturitätsprüfungen erstrecken sich über vier Grundlagenfächer (Mathematik GLF, Deutsch, Französisch und Englisch) sowie zwei Schwerpunktfächer (Mathematik SPF, Naturwissenschaften mit den beiden Teilfächern Physik und Chemie). Höchstens drei Prüfungsfächer können vorzeitig abgeschlossen werden.
    Im Ergänzungsbereich werden in den Fächern Wirtschaft und Recht sowie Geschichte und Politik die Fachnoten aus dem Durchschnitt der Semesternoten errechnet.
    Die Gesamtnote der Berufsmaturitätsprüfungen ist der Durchschnitt aus allen Fachnoten. Die Gesamtnote wird auf eine Dezimalstelle gerundet. Die Berufsmaturität ist bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens 4.0 beträgt, höchstens zwei Fachnoten ungenügend sind und die Differenz der ungenügenden Fachnoten zur Note 4.0 gesamthaft den Wert 2.0 nicht übersteigt. Die Berufsmaturitätsprüfungen können einmal wiederholt werden. Das Berufsmaturitätszeugnis erhält, wer nebst den bestandenen Berufsmaturitätsprüfungen auch das eidg. Fähigkeitszeugnis des entsprechenden Berufes erlangt hat.

  • Promotionsbestimmung

    Definitiv für das nächste Semester ist zugelassen, wer im aktuellen Zeugnis der an der BM besuchten Fächer einen Durchschnitt von mindestens 4.0 erreicht und höchstens zwei ungenügende Fachnoten hat. Im Weiteren darf die Differenz der ungenügenden Fachnoten zur Note 4.0 gesamthaft den Wert 2.0 nicht übersteigen. Wer diese Bedingungen nicht erfüllt, wird provisorisch promoviert, allerdings nur einmal während der ganzen Ausbildung. Werden diese Bedingungen ein zweites Mal nicht erfüllt, erfolgt der Ausschluss aus der BM 1.

  • Abschluss

    Berufsmaturität Technik (TALS)

  • Berufliche Perspektiven

    Mit der Berufsmaturität erreichen die Absolventinnen und Absolventen den prüfungsfreien Zugang zur Fachhochschule und via Passerelle den Zugang zur Universität und ETH. Sie erleichtert aber auch den Besuch von Ausbildungslehrgängen an höheren Fachschulen und die Weiterbildung im erlernten Beruf.

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