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Grundbildung

BM 2 Typ Dienstleistungen


Der 4-semestrige BM-2-Teilzeitlehrgang bereitet Berufsleute mit abgeschlossener Lehre auf die Berufsmaturität Wirtschaft und Dienstleistungen Typ Dienstleistungen vor.

Die Berufsmaturität Typ Dienstleistungen ebnet in erster Linie den Zugang zum Studium an Fachhochschulen im wirtschaftlichen Bereich; sie erlaubt aber auch den Einstieg in technische und soziale Fachhochschulen. Der Lehrgang vermittelt zu den bereits erworbenen Grundkenntnissen eine erweiterte schulische Ausbildung und ein vertieftes Allgemeinwissen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zielgruppe

    Personen, die bereits ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis erworben haben – der erlernte Beruf ist dabei nicht relevant. Die Aufnahme in die BM 2 erfolgt, wenn die Aufnahmeprüfung bestanden wurde.

  • Ziel der Ausbildung

    Mit der Berufsmaturität Wirtschaft und Dienstleistungen, Typ Dienstleistungen, können Sie prüfungsfrei ein Fachhochschulstudium aufnehmen sowie an Maturitätsschulen für Erwachsene auf kürzerem Weg die gymnasiale Matura erwerben und andere anspruchsvolle Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen.

Aufnahmeprüfung

  • Allgemeine Informationen
    • Schriftliche Aufnahmeprüfung in Deutsch (doppelt gewichtet), Französisch, Englisch und Mathematik (doppelt gewichtet) – der Notendurchschnitt muss mind. 4.0 betragen.
    • Die Aufnahmeprüfung findet jeweils im März statt.
    • Es werden Kenntnisse auf Sekundarschulniveau erwartet.
    • Die BFSU bietet auch Vorbereitungskurse für die Aufnahmeprüfung an.
  • Prüfungsfreie Aufnahme

    Inhaberinnen und Inhaber des eidg. Fähigkeitszeugnisses als Detailhandelsfachfrau/-mann werden prüfungsfrei aufgenommen, sofern die Durchschnittsnote im EFZ mindestens 4.8 beträgt, sie im Zertifikatsfreikurs 2. Fremdsprache eine Note von mindestens 4.5 erreichen, und sie die Abschlussprüfung im Zertifikatsfreikurs Betriebswirtschaft (mit Schwerpunkt Rechnungswesen) bestanden haben.

  • Prüfungsanmeldung

    Die Anmeldung ist ab 15. November möglich. Auch prüfungsfreie Kandidatinnen und Kandidaten müssen sich auf dieser Plattform anmelden.

    Bitte beachten Sie, dass dies keine Anmeldung zum Lehrgang ist, sondern nur für die Aufnahmeprüfung.

    Aufnahmeprüfung BM 2
    10. Februar 2022 Anmeldeschluss
    19. März 2022 Aufnahmeprüfung

     

  • Lehrgangsanmeldung

    Neben der Anmeldung zur Aufnahmeprüfung müssen Sie sich separat auch zwingend für den Lehrgang anmelden.

     

Kosten

  • Schulgeld

    Der Lehrgang ist für Personen kostenlos, deren amtlicher Wohnsitz in den beiden Jahren vor Ausbildungsbeginn im Kanton Zürich lag. Wer im gleichen Zeitraum nicht lückenlos im Kanton Zürich wohnhaft war, muss vorgängig beim Wohnortskanton eine Kostengutsprache beantragen. Sofern der Wohnortskanton keine Kostengutsprache erteilt, fallen Lehrgangskosten von ca. CHF 17’000.00 an.

  • Lehrmittel & weitere Kosten

    Für Lehrmittel ist mit einmaligen Auslagen von rund CHF 1’100.00 zu rechnen. Kosten für die Anschaffung eines Laptops sowie Ausgaben im Rahmen der Maturaarbeitswoche sind darin nicht enthalten. Eventuelle Reise-, Schul- und Unterkunftskosten bei freiwilligen Sprachaufenthalten gehen zu Lasten der Teilnehmenden (ca. CHF 1’700.00 je Aufenthalt). Werden während der Studienzeit Prüfungen zur Erlangung internationaler Sprachdiplome abgelegt, gehen die Prüfungskosten zu Lasten der Geprüften.

    Hier geht es zur Lehrmittelbestellung

Fächer und Inhalte

  • Aufbau

    Der Lehrgang beginnt Mitte August und dauert 4 Semester. Der Unterricht findet am Montag und am Dienstag ganztags statt. Es besteht eine Besuchspflicht des Unterrichts. Bei lückenhafter Präsenz oder anderem Fehlverhalten kann die Abteilungsleitung Berufsmaturität – in der Regel nach vorheriger schriftlicher Warnung – den Ausschluss aus dem Lehrgang verfügen. Wegen der zusätzlichen Belastung durch Hausaufgaben, Prüfungsvorbereitungen und selbstständige Arbeiten empfehlen wir eine Berufstätigkeit von 40% bis maximal 50%.

  • Deutsch

    Im Vordergrund stehen der Umgang mit Texten, ihre literaturgeschichtliche Einordnung und ihre gattungsspezifischen Eigenheiten. Mehr Sicherheit in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation sowie die Reflexion über die Sprache sind weitere Ziele des Deutschunterrichts.

  • Fremdsprachen

    In den Fremdsprachen werden alle vier Grundfertigkeiten – Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben – trainiert. Im Hinblick auf die Abschlussprüfungen werden insbesondere der Umgang mit Texten aus Zeitschriften und Magazinen, die Eigenproduktion von Texten sowie die Fähigkeit, anspruchsvollere Gespräche zu führen, geschult. Abschluss auf Niveau B1 nach GER.

  • Wirtschaftsfächer (FRW, W&R SPF)

    In den Wirtschaftsfächern (Finanz- und Rechnungswesen sowie Wirtschaft und Recht Schwerpunktfach) werden verschiedene Themen aus den Bereichen Betriebs- und Rechtskunde, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsgeografie sowie Rechnungswesen vertieft bzw. eingeführt (z. B. Mittelflussrechnung).

  • Mathematik

    Die Mathematik beschäftigt sich mit dem Lösen von Gleichungs- und Ungleichungs-Systemen, der linearen Optimierung, dem Arbeiten mit Potenzen und Wurzeln sowie Aufgabenstellungen aus dem Bereich der Finanzmathematik. Die Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden müssen Problemstellungen aus dem wirtschaftlichen Bereich mit Hilfe der Mathematik lösen können.

  • Geschichte und Politik (G&P)

    In der Geschichte wird hauptsächlich auf das 19. und 20. Jahrhundert eingegan­gen. Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden sollen wichtige Ereignisse sowie kulturelle und geistige Strömungen in ihren Zusammenhängen erkennen und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Entwicklung beurteilen können.

  • Wirtschaft und Recht (W&R-EF)

    Im Ergänzungsfach Wirtschaft und Recht werden zusätzliche Themen aus dem Bereich W&R behandelt.

Qualifikation & Perspektiven

  • Promotions- und Qualifikationsverfahren

    Definitiv für das nächste Semester ist zugelassen, wer im aktuellen Zeugnis der an der BM besuchten Fächer einen Durchschnitt von mindestens 4.0 erreicht und höchstens zwei ungenügende Fachnoten hat. Im Weiteren darf die Differenz der ungenügenden Fachnoten zur Note 4.0 gesamthaft den Wert 2.0 nicht übersteigen. Wer eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, wird aus der BM 2 ausgeschlossen.

    Mehr erfahren über das Qualifikationsverfahren

  • Ausschluss

    Wer den Unterricht nicht lückenlos besucht, kann aus dem Lehrgang ausgeschlossen werden.

  • Schlusszeugnis

    Der Durchschnitt der Noten aus allen Semesterzeugnissen fliesst als Erfahrungsnote in die jeweilige Fachnote ein.

  • Berufsmaturitätsprüfungen

    Die Berufsmaturitätsprüfungen erstrecken sich über vier Grundlagenfächer (Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch) sowie die Schwerpunktfächer FRW und W&R. Höchstens drei Prüfungsfächer können vorzeitig abgeschlossen werden.
    Die Fachnoten in den Ergänzungsfächern Wirtschaft und Recht sowie Geschichte und Politik werden aus dem Durchschnitt der Semesternoten errechnet.
    Die Gesamtnote der Berufsmaturitätsprüfungen ist der Durchschnitt aus allen Fachnoten. Die Schlussnote wird auf eine Dezimalstelle gerundet. Die Berufsmaturität ist bestanden, wenn die Gesamtnote mindestens 4.0 beträgt, höchstens zwei Fachnoten ungenügend sind und die Differenz der ungenügenden Fachnoten zur Note 4.0 gesamthaft den Wert 2.0 nicht übersteigt. Die Berufsmaturitätsprüfungen können einmal wiederholt werden.

  • Abschluss

    Berufsmaturität Typ Dienstleistungen (WDD)

  • Berufliche Perspektiven

    Mit der Berufsmaturität erreichen die Absolventinnen und Absolventen den prüfungsfreien Zugang zur Fachhochschule und via Passerelle den Zugang zur Universität und ETH. Sie erleichtert aber auch den Besuch von Ausbildungslehrgängen an höheren Fachschulen und die Weiterbildung im erlernten Beruf.

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