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Grundbildung

Informatiker:in EFZ


Die Informatik ist heute allgegenwärtig – in allen Berufsfeldern und im privaten Umfeld.

Der Beruf Informatiker:in EFZ wird in zwei Fachrichtungen ausgebildet: Applikations- und Plattformentwicklung. An der Berufsfachschule Uster unterrichten wir die Fachrichtung Plattformentwickler und auslaufend Systemtechnik. Plattformentwickler:innen planen komplexe IT-Systeme, Cloudlösungen und Netzwerke, konfigurieren diese und testen sie fachgerecht. Ist die IT-Infrastruktur in Betrieb, überwachen sie die Systeme, analysieren auftretende Fehlfunktionen und beheben diese. Müssen neue Lösungen gefunden werden, braucht es neben umfassendem Fachwissen auch analytisches Denkvermögen und Forschergeist, um den Dingen auf den Grund zu gehen.

Voraussetzungen

  • logisch abstraktes Denkvermögen
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit
  • Interesse an technischen Zusammenhängen und Forschergeist
  • gute Schulleistungen in den Fächern Naturwissenschaft, Mathematik, Deutsch und Englisch (von Vorteil)

Aufbau der Ausbildung

Die Lehre als Informatiker:in EFZ dauert vier Jahre. Die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb wird ergänzt durch maximal zwei Tage Unterricht pro Woche an der Berufsfachschule sowie durch sieben überbetriebliche Kurse. Im ersten Jahr wird mit grundlagenbezogenen Informatikinhalten ein breites Grundverständnis gebildet. Ab dem zweiten Jahr liegt der Schwerpunkt der Inhalte auf der gewählten Fachrichtung. In der Systemtechnik sind dies beispielsweise Betriebssysteme, Serverdienste, Clouddienste, Netzwerktechnik oder Datenmanagement.

Darüber hinaus gehören als wichtige Ergänzung für das Arbeitsumfeld die Sprachen Englisch und Deutsch, naturwissenschaftliche Inhalte und die Vermittlung eines breiten Allgemeinwissens zur Ausbildung. Denn um Kundenbedürfnisse optimal erfassen zu können, müssen Informatiker:innen das Umfeld und die Arbeitswelt des Kunden eingehend verstehen.

Es besteht die Möglichkeit, während der Lehre die Berufsmaturität zu besuchen. Es entfallen die obenstehenden Ergänzungen, dafür werden Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch unterrichtet und mit einer Berufsmatura abgeschlossen.

 

Schultagemodell

Lehrjahr Berufslehre Berufslehre mit Berufsmaturität
1. Lehrjahr Donnerstag und Freitag Donnerstag und Freitag
2. Lehrjahr Dienstag und Mittwoch Dienstag und Mittwoch
3. Lehrjahr Dienstag Dienstag
4. Lehrjahr Freitag Donnerstag und Freitag

Lehrmittel & weitere Kosten

Für Lehrmittel ist mit einmaligen Auslagen von insgesamt rund CHF 700 zu rechnen. Für den Unterricht muss zusätzlich ein Notebook angeschafft werden (unbedingt mit dem Lehrbetrieb absprechen). Eventuelle Reise-, Schul- und Unterkunftskosten bei freiwilligen Sprachaufenthalten gehen zu Lasten der Teilnehmenden (ca. CHF 1’700.00 je Aufenthalt). Werden während der Lehrzeit Prüfungen zur Erlangung internationaler Sprachdiplome abgelegt, gehen die Prüfungskosten zu Lasten der Lernenden.

Qualifikation & Perspektiven

  • Qualifikationsverfahren

    Am Ende der Lehre werden im Qualifikationsverfahren die folgenden vier Bereiche einbezogen. Die Facharbeit, die Informatikkompetenzen und die Gesamtnote müssen mit der Note vier oder höher abgeschlossen werden, damit die Lehre als bestanden gilt.

    • Facharbeit (30%): Eine 10-tägige Facharbeit im Betrieb mit Dokumentation und abschliessendem Fachgespräch.
    • Allgemeinbildung (20%): Gesellschaft, Sprache und Kommunikation gemäss Lehrplan. Bei Lernenden mit begleitender Berufsmaturität entfällt dieser Bereich.
    • Erweiterte Grundkompetenzen (20%): die Erfahrungsnoten aus den Fächern Englisch, Mathematik und bis 2023 zusätzlich Naturwissenschaften und Wirtschaft & Recht und. Bei Lernenden mit begleitender Berufsmaturität entfällt dieser Bereich.
    • Informatikkompetenzen (30%): Noten aller Informatikmodule aus der Schule (80%) und den überbetrieblichen Kursen (20%).
  • Abschluss

    Informatiker / Informatikerin Plattformentwicklung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis

  • Berufliche Perspektiven

    Informatiker:innen Fachrichtung Systemtechnik können nach der Lehre in ganz verschiedenen Branchen für die Informatik tätig sein. Die im Arbeitsalltag eingesetzte IT muss in der Regel von Profis installiert und gewartet werden. Zudem sind meist im Hintergrund weitere Dienste und Netzwerke im Einsatz, die ebenfalls von IT-Fachleuten betreut werden. Es gibt Firmen, die für solche Aufgaben eine eigene IT-Abteilung haben, andere wiederum vertrauen solche Dienstleistungen spezialisierten IT-Unternehmen an. Beides sind Einsatzorte für Informatiker:innen EFZ.
    Nach Abschluss der Lehre mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis besteht die Möglichkeit, die Berufsmaturität in einem oder zwei Jahren zu absolvieren (BM 2).

    Hier erfahren Sie mehr über die BM 2

  • Weiterbildungsmöglichkeiten
    • Berufsprüfung mit Fachausweis, z. B. ICT-System- und Netzwerktechniker:in, ICT-Applikationsentwickler:in, Wirtschaftsinformatiker:in, Mediamatiker:in, Cyber Security Spezialist:in
    • Höhere Fachprüfung, z.B. Dipl. ICT-Manager:in, dipl. ICT Security Expert:in
    • Höhere Fachschule, z. B. Informatiker:in Netzwerktechnik HF, Wirtschaftsinformatiker:in HF
    • Fachhochschule (mit Berufsmaturität), Studiengänge im Fachbereich Informatik, z.B. Bachelor FH in Informatik
    • Ein Studium an der Hochschule ist mit Berufsmaturität und einjähriger Passerelle ebenfalls möglich
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